Vitamin C-Hochdosis-Infusionstherapie

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist an vielen Vorgängen im menschlichen Körper beteiligt und erfüllt wichtige Aufgaben in Gehirn, Augenlinsen, Herz, Nieren, Knochen, Immunsystem, Blutgefäßen, Leber und Muskeln.

 

Indikationen für eine Vitamin C Hochdosis-Therapie können sein:

  • Alkoholabusus
  • Allergie
  • Angina pectoris
  • Appetitlosigkeit
  • Arthritis
  • Asthma bronchiale
  • bakterielle Infektionen (auch Superinfektionen)
  • Bronchitis
  • chronische entzündliche Darmerkrankungen
  • chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Drogenentzug
  • Entgiftungskur
  • Entzündungen
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Gicht
  • grippaler Infekt
  • Hepatitis
  • Herpes simplex
  • Herpes zoster
  • Heuschnupfen
  • Infektanfälligkeit
  • Konjunktivitis
  • körperlicher Stress
  • MCS (multiple chemical syndrome)
  • Neurodermitis
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • psychischer Stress
  • Raucherbein
  • rheumatischer Formenkreis
  • Schlaganfall
  • Sinusitis
  • Tumorbehandlung
  • Vergiftungserscheinungen
  • Viruserkrankungen
  • vorzeitige Alterung
  • Wundheilungsstörungen
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Vitamin C ist wasserlöslich und kann deshalb nicht gespeichert werden. Da der Körper Vitamin C nicht selbst herstellen kann, muss es von außen zugeführt werden. Die gute Nachricht: Vitamin C ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Unsicher ist jedoch, wie viel man tatsächlich über die Ernährung zu sich nimmt. Die Gründe, die den Abbau in der Nahrung beschleunigen, sind vielfältig: Lange Lagerung und Transportwege, Aufbewahrung bei Raumtemperatur, falsche Zubereitung.

Bei Stress hat der Mensch einen um vielfaches höheren Vitamin-C-Bedarf. Ist der Mangel gering, kann der Ausgleich kurzfristig u. a. mi Tabletten erfolgen. Bei einem Vitamin-C-Mangel, der ernährungsmäßig nicht behoben werden kann, sind Infusionen der optimale Weg, um den Mangel auszugleichen. 

 

Im Gegensatz zu fast allen anderen Lebewesen, die aus Glucose über mehrere enzymatische Stufen Ascorbinsäure synthetisieren können, haben Menschen im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren, Vitamin C körpereigen zu produzieren und sind darauf angewiesen, Ascorbinsäure in genügender Menge aus der Nahrung aufzunehmen. Vitamin C

 

Der durchschnittliche Vitamin C-Bedarf eines gesunden Menschen liegt bei 70 - 250 mg Ascorbinsäure pro Tag. Stressbedingungen wie Infektionen, Verletzungen, psychischer und körperlicher Stress, Umweltverschmutzung usw. können den täglichen Bedarf auf 10 g, chronisch degenerative Erkrankungen sogar auf bis zu 30 g täglich steigern.

 

Ein gesteigerter Vitamin C Bedarf besteht bei:

  • Dialysepatienten
  • extremen psychischen Leistungsanforderungen
  • Fehl- oder Mangelernährung
  • Krebspatienten
  • Leistungssportlern
  • Medikamenteneinnahme von Acetylsalicilsäure, Kortikoide, Chemotherapeutika, Antibiotika
  • Nikotin-, Alkohol- oder Drogenabusus
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • ständigen Stresssituationen
  • starker körperlicher Beanspruchung
  • ungenügende Nährstoffaufnahme im Darm (Malabsorption)

 

Vitamin C Mangel führt zu:

  • Appetitlosigkeit
  • Arthrose und Arthritis
  • Blutungsneigung
  • Gefäßsklerosen
  • Infektanfälligkeit
  • Müdigkeit bei schon geringer Belastung
  • Parodontose
  • reduzierter Eisenresorption
  • schlechter Wundheilung
  • Senilität
  • Skorbut
  • verminderter Leistungsfähigkeit

 

Dosierung:
Bei einem erhöhtem Vitamin C Bedarf kann ein Mangel durch orale Substitution ergänzt werden. Allerdings ist diese Darreichung nicht unbegrenzt möglich. Die optimale Aufnahme bei oraler Gabe erreicht der Körper bei ca. 1 g Vitamin C am Tag. Dabei ist die Häufigkeit der Dosierung sehr wichtig, bei einer Verteilung der Dosis auf mehrere Gaben wird die Aufnahmefähigkeit erhöht, so dass der Körper bis zu 2 g Vitamin C am Tag oral aufnehmen kann.

 

Eine höhere Dosierung der Vitamin C-Gabe ist nur auf parenteralem (über die Vene) Weg möglich. In der Vitamin C Hochdosis-Therapie werden Infusionen mit einem Ascorbinsäureanteil von 7,5 g bis maximal 60 g Vitamin C verabreicht, dosiert wird dabei je nach Art und Schwere der Erkrankung sowie der gewünschten therapeutischen Wirkung. Der Vitamin C-Bedarf zwischen den Infusionen kann durch orale Substitution abgedeckt werden, um den erreichten Vitamin C-Spiegel im Blut zu halten.

 

Eine Vitamin C-Hochdosis-Therapie kann je nach Beschwerdebild bis zu 6 Wochen mit einem maximalen Intervall von 3 Infusionen wöchentlich durchgeführt werden.

 

Nebenwirkungen:
Bei oraler Substitution von mehr als 2 g Vitamin C pro Tag kann es zu Diarrhoe (Durchfall) kommen. Die parenterale Vitamin C-Substitution zeigt bei richtiger Dosierung keine unerwünschten Reaktionen.

 

Weitere Informationen:

Anwendungsbereiche

Hochdosiertes Vitamin C in der Krebstherapie